Eine Schule bauen

 

Eine Schule zu bauen ist ein relativ einfacher Prozess, wenn erst das Geld für den Bau eingesammelt ist. Je nach Grösse, braucht es nur 1-3 Monate um eine Schule zu bauen. Der Schulbau wird in Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation in Guatemala, Projekt PEILE, koordiniert. PEILE hat bis jetzt 60 Schulen errichtet.

Die 3 Phasen des Schulbaus:

sanjose_01a_300x237Phase 1: Einheimisches Wissen ist die Grundlage

In der ersten Phase erhalten wir einen Antrag von einem Dorf. Wenn das Dorf eine Reihe Forderungen erfüllt, sowie die Autorisation für den Schulbetrieb hat und ein Areal zur Verfügung stellen kann, wird eine Voruntersuchung im Dorf unternommen. Die Voruntersuchung, die auf einen teilnehmerorientierten Zugang mit den Dorfbewohnern als Experten baut, deckt die finanziellen und sozialen Verhältnisse des Dorfes auf.

Es gibt viele Verhältnisse, die von Bedeutung sein können. Es ist deswegen ausschlaggebend, z. Bsp. spezielle Festtage im Dorf zu kennen, damit der erste Bautag nicht an einem Festtag gelegt wird. Es ist auch wichtig zu wissen, ob es irgendwelche Konflikte im Dorf gibt, die man in Betracht ziehen muss.

Die Voruntersuchung deckt ausserdem den zukünftigen Bedarf im Dorf für andere mögliche Projekte auf.

Das wichtigste in der Voruntersuchung ist abzuklären, dass die Dorfbewohner damit einverstanden sind, dass sie selber zum Schulbau beitragen. Sie müssen darauf eingestellt sein, die Verantwortung und das Engagement auf sich zu nehmen.

Wenn der Antrag genehmigt wird, geht der Schulbau in die zweite Phase über.

Phase 2: Aktive Teilnahme und Verteilung der Verantwortung vor Ortsanjose_03_300x200

In der zweiten Phase wird ein Komitee im Dorf gegründet, das die Verantwortung des Schulbaus übernimmt. Das Komitee muss unter anderem dafür sorgen, dass die Maurer ein Dach über dem Kopf haben währenddem sie im Dorf arbeiten, dass alles Material ankommt und dass die Eltern sich zum arbeiten einfinden. Das Komitee arbeitet wie der Rest der Dorfbewohner auf freiwilliger Basis.

Zusammen mit dem Koordinator von PEILE, Alirio, wird geplant, wann die Bauarbeit starten soll, wann das Material ankommt usw. Alirio trifft Vereinbarungen mit den Lieferanten und koordiniert den Transport des Materials. Das Komitee ist das Bindeglied zwischen PEILE und dem Dorf – vor, während und nach dem Schulbau.

 

 

construction_01_200x300Phase 3: Ein Monat harte Arbeit mit Teilnahme von allen Dorfbewohnern

Die Bauarbeit wird mit einer kleinen symbolischen Zeremonie eröffnet, wo die Dorfbewohner den ersten Backstein des Schulgebäudes legen. Am folgenden Tag kommt das Baumaterial an.

Die Erde muss geebnet werden und Ränder zum armieren müssen gebaut werden. Dies ist eine harte Arbeit, da alles von Hand gemacht wird und die Arbeitstage dauern 12 Stunden.

Die Maurer wohnen im Dorf und arbeiten jeweils 14 Tage auf einmal. Ihr Arbeitstag beginnt um 5.30 Uhr, wo sie die Arbeit des Tages planen. Die Bewohner kommen um 6 Uhr, wo die Arbeitsaufgaben verteilt werden.

Die Zeit wird voll ausgenutzt und das Komitee ist sehr Aufmerksam darauf, dass sich die Eltern wie vereinbart einfinden. Deswegen dauert es in der Regel auch nur ein bis eineinhalb Monate eine Schule zu bauen. Wenn die Schule fertig gebaut ist, wird sie eingeweiht und in Betrieb genommen, zur Freude des ganzen Dorfes.

Zum Schluss rapportiert PEILE an Building Communities über den Bau und schickt Material.

Hier können Sie mehr darüber lesen, wie Sie die Schulbildung und den Schulbau in Guatemala unterstützen können.